Fermentierte Kräuter und Präbiotika in der Hundeernährung: Bedeutung für Darmgesundheit und Bioverfügbarkeit

Fermentierte Kräuter und Präbiotika in der Hundeernährung: Bedeutung für Darmgesundheit und Bioverfügbarkeit

Tanja Weinand

Gute Zutaten gelten heute als Maßstab für hochwertige Hundeernährung. Doch ob diese dem Hund tatsächlich zugutekommen, hängt maßgeblich von der Darmgesundheit ab. Dieser Artikel beleuchtet die Bedeutung eines ausgeglichenen Darmmilieus, erklärt das Prinzip der Bioverfügbarkeit und zeigt, wie fermentierte Kräuter mit präbiotischer Wirkung dazu beitragen können, Nährstoffe besser nutzbar zu machen.

Wer sich heute intensiver mit Hundeernährung beschäftigt, merkt schnell: Gute Zutaten allein reichen nicht aus. Zucker- und getreidefrei, natürliche Kräuter oder funktionale Pflanzenstoffe klingen überzeugend, doch entscheidend ist, ob der Körper diese Stoffe auch tatsächlich nutzen kann. Genau hier setzt ein oft unterschätzter Aspekt an: die Bioverfügbarkeit.

Aber was bedeutet Bioverfügbarkeit eigentlich?

Bioverfügbarkeit beschreibt, wie gut ein Nährstoff vom Körper aufgenommen, verwertet und für biologische Prozesse genutzt werden kann. Ein Snack kann noch so viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten – wenn der Darm diese nicht effizient verwerten kann, bleibt ein Teil ihres Potenzials ungenutzt.

Genau wie bei uns Menschen spielt der Darm beim Hund eine zentrale Rolle:
• Rund 70 % des Immunsystems sind im Darm angesiedelt
• Der Darm beeinflusst Verdauung, Stoffwechsel, Haut & Fell sowie das allgemeine Wohlbefinden
• Eine stabile Darmflora ist Voraussetzung für eine gute Nährstoffverwertung

Der Darm übernimmt damit eine Schlüsselrolle für die langfristige Gesundheit des Hundes.

Der Darm – Zentrum der Hundegesundheit

Der Darm ist weit mehr als ein reines Verdauungsorgan. Er beeinflusst das Immunsystem, den Stoffwechsel und die Nährstoffversorgung und trägt damit maßgeblich zum allgemeinen Wohlbefinden des Hundes bei. Ein großer Teil der körpereigenen Abwehr sitzt im Darm, ebenso die Mikroorganismen, die für eine reibungslose Verdauung notwendig sind.

Ist dieses empfindliche Gleichgewicht gestört, können selbst hochwertige Inhaltsstoffe nur eingeschränkt genutzt werden. Deshalb gilt: Wirkung beginnt im Darm.

Eine gesunde Darmflora bildet gemeinsam mit gut aufgeschlossenen Inhaltsstoffen die Grundlage dafür, dass Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Wirkstoffe sinnvoll verwertet werden können und dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
Fermentierte Futtermittel erhalten in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung, da sie durch natürliche Umwandlungsprozesse traditionell als besonders bekömmlich gelten und den Darm funktionell unterstützen können.

Abbildung eines Hundes mit Fokus auf den Darm als wichtiges Verdauungsorgan

Fermentation ist ein traditionelles Verfahren, das seit Jahrhunderten genutzt wird, um Lebensmittel bekömmlicher zu machen. Dabei werden pflanzliche Rohstoffe schonend verändert und teilweise biologisch aufgeschlossen. Auf diese Weise können ihre wertvollen Bestandteile im Darm besser verfügbar werden und einen präbiotischen Effekt entfalten.

Gerade bei Kräutern ist dieser Prozess besonders sinnvoll, da er ihre Inhaltsstoffe für den Darm besser zugänglich macht und die Nährstoffverwertung unterstützt:
• pflanzliche Inhaltsstoffe werden für den Darm besser nutzbar
• die Aufnahme wertvoller Pflanzenstoffe kann verbessert werden
• der Darm wird funktionell vorbereitet

Das Ergebnis ist ein fermentiertes Kräuter-Mazerat, dessen Inhaltsstoffe für den Darm leichter zugänglich sind als bei unbehandelten Pflanzen.

Auf dieser Grundlage setzen auch die funktionalen Snacks von NaturDrops an: Alle Drops enthalten ein fermentiertes Kräuter-Mazerat als Basis, um den Darm funktionell zu unterstützen und die Aufnahme der zusätzlich enthaltenen Wirkstoffe gezielt zu verbessern. So wird nicht nur die Zusammensetzung eines Snacks berücksichtigt, sondern auch seine tatsächliche Verwertbarkeit im Körper. 

Präbiotische Wirkung fermentierter Kräuter

Ein besonderer Vorteil fermentierter Kräuter liegt in ihrer präbiotischen Wirkung. Präbiotische Bestandteile dienen den nützlichen Darmbakterien als Nahrungsgrundlage und unterstützen so ein stabiles Gleichgewicht im Darm. Dieses wirkt sich auf verschiedene Bereiche der Hundegesundheit aus:

1) Effizientere Verdauung
Ein stabiler Darm sorgt dafür, dass Futterbestandteile gleichmäßig und schonend verdaut werden. Das kann helfen,
• Blähungen und weichen Kot zu reduzieren
• die Futterverwertung zu verbessern
• den Verdauungstrakt insgesamt zu entlasten

2) Bessere Nährstoffaufnahme (Bioverfügbarkeit)
Ein gesundes Darmmilieu ist Voraussetzung dafür, dass Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Wirkstoffe tatsächlich aufgenommen und vom Körper genutzt werden können.
Gute Inhaltsstoffe entfalten ihren Nutzen erst dann, wenn der Darm sie verwerten kann.

3) Unterstützung des Immunsystems
Ein großer Teil des Immunsystems ist im Darm angesiedelt. Ein ausgeglichenes Darmmilieu kann
• die natürliche Abwehrfunktion unterstützen
• den Körper widerstandsfähiger gegenüber äußeren Belastungen machen

4) Einfluss auf Wohlbefinden & Verhalten
Der Darm steht in engem Austausch mit dem Nervensystem. Eine stabile Darmflora kann sich positiv auswirken auf
• innere Ausgeglichenheit
• Stressverarbeitung
• allgemeines Wohlbefinden

5) Positive Effekte auf Haut & Fell
Ist die Nährstoffverwertung stabil, können wichtige Bausteine für Hautgesundheit, Fellstruktur und Fellglanz besser bereitgestellt werden. Haut- und Fellprobleme stehen häufig indirekt mit der Darmgesundheit in Verbindung.

6) Stabilität bei sensiblen Hunden
Gerade bei Hunden, die empfindlich auf Futterwechsel, Stress oder Umweltfaktoren reagieren, kann ein ausgeglichenes Darmmilieu helfen, die innere Balance zu stabilisieren.

Dabei geht es nicht um schnelle Effekte oder Heilversprechen, sondern um die Unterstützung natürlicher Prozesse im Körper. Fermentierte Kräuter können hier eine unterstützende Rolle spielen, indem sie den Darm funktionell begleiten und ein Umfeld schaffen, in dem andere wertvolle Inhaltsstoffe besser genutzt werden können.

Dabei gelten Futterergänzungsmittel nicht als Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, sondern als sinnvolle Ergänzung innerhalb eines ganzheitlichen Konzepts.

 

Fazit: Wahre Qualität zeigt sich in der Verwertung

Eine hochwertige Hundeernährung – ebenso wie Nahrungsergänzungsmittel für Hunde – endet nicht bei der Auswahl guter einzelner Zutaten. Entscheidend ist, ob diese Inhaltsstoffe vom Körper aufgenommen und sinnvoll verwertet werden können.
Denn am Ende zählt nicht nur, was im Snack steckt, sondern welchen Nutzen der Körper daraus ziehen kann.

Quellen:

1)     Suchodolski, J. S. (2016). Diagnosis and interpretation of intestinal dysbiosis in dogs and cats. The Veterinary Journal, 215, 30–37.

2)     Gibson, G. R. et al. (2017). The concept of prebiotics revisited. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology, 14, 491–502.

3)     Marco, M. L. et al. (2017). Health benefits of fermented foods: microbiota and beyond.
Current Opinion in Biotechnology, 44, 94–102.

4)     Swanson, K. S. et al. (2011). Dietary modulation of the intestinal microbiota of dogs.
Journal of Animal Science, 89(5), 1520–1530.

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