Kollagen, Glucosamin & Co.: Was brauchen die Gelenke deines Hundes?
Tanja WeinandBewegungsfreude beginnt mit gut versorgten Gelenken!
Ob ausgelassenes Toben, lange Spaziergänge oder der kleine Sprung aufs Sofa: Die Gelenke deines Hundes sind jeden Tag im Einsatz. Sie ermöglichen geschmeidige Bewegungen, federn Belastungen ab und sorgen gemeinsam mit Muskeln, Sehnen und Bändern dafür, dass dein Vierbeiner aktiv bleiben kann.
Doch wie funktionieren Hundegelenke eigentlich? Was verändert sich mit zunehmendem Alter? Und welche Rolle spielen Nährstoffe wie Kollagen, Glucosamin oder Omega-3-Fettsäuren?
Wir zeigen dir, worauf es bei der Gelenkgesundheit ankommt und wie du die Bewegungsfreude deines Hundes langfristig unterstützen kannst.
Wie sind die Gelenke deines Hundes aufgebaut?
Ein Gelenk verbindet zwei oder mehrere Knochen miteinander und ermöglicht ihre Beweglichkeit.
Damit Bewegungen möglichst reibungsarm ablaufen, arbeiten verschiedene Strukturen zusammen:
- Gelenkknorpel: Er überzieht die Gelenkflächen, verteilt Druckbelastungen und ermöglicht ein möglichst reibungsarmes Gleiten der Knochen.
- Gelenkflüssigkeit: Die sogenannte Synovialflüssigkeit versorgt den Gelenkknorpel mit Nährstoffen und trägt zur Schmierung des Gelenks bei.
- Gelenkkapsel und Bänder: Sie stabilisieren das Gelenk und führen seine Bewegungen.
- Muskeln und Sehnen: Sie sorgen für Bewegung und unterstützen die Stabilität.
Besonders interessant ist der Gelenkknorpel. Er besteht aus einer spezialisierten Matrix, die unter anderem Kollagen, Proteoglykane und viel Wasser enthält.
Diese Zusammensetzung verleiht ihm seine besonderen mechanischen Eigenschaften.
Was verändert sich mit zunehmendem Alter?
Mit den Jahren verändern sich verschiedene Gewebe im Körper deines Hundes, auch die Gelenke.
Die Anpassungs- und Reparaturfähigkeit des Gelenkknorpels ist begrenzt. Gleichzeitig können sich durch langjährige Belastungen und biologische Alterungsprozesse Veränderungen an Knorpel, Gelenkkapsel und anderen Gelenkstrukturen entwickeln.
Bei manchen Hunden entsteht eine Arthrose, also eine chronische Gelenkerkrankung, bei der nicht nur der Knorpel, sondern das gesamte Gelenk betroffen sein kann.
- Typische Hinweise auf Gelenkbeschwerden können sein:
- Schwierigkeiten beim Aufstehen nach längeren Ruhephasen
- Weniger Freude am Springen oder Treppensteigen
- Ein verändertes Gangbild oder Lahmheit
- Steifheit nach dem Liegen
- Eine geringere Bereitschaft zu längeren Spaziergängen
Wichtig: Nicht jede Veränderung der Beweglichkeit ist automatisch eine normale Alterserscheinung. Auffälligkeiten sollten tierärztlich abgeklärt werden, damit mögliche Schmerzen oder Erkrankungen frühzeitig erkannt werden.
Welche Rolle spielen Kollagen und Knorpelbestandteile?
Der Gelenkknorpel ist ein faszinierendes Gewebe, das hohen Belastungen standhalten muss.
Dabei spielen unterschiedliche Strukturbausteine eine wichtige Rolle.
Kollagen – ein wichtiger Baustein für stabile und bewegliche Gelenke
Kollagen gehört zu den wichtigsten Strukturproteinen des Körpers und ist ein wesentlicher Bestandteil von Knorpel, Sehnen, Bändern und Knochen. Im Gelenkknorpel bildet insbesondere Kollagen vom Typ II ein stabiles Fasernetzwerk, das zur Festigkeit und Belastbarkeit des Gewebes beiträgt.
Hydrolysiertes Kollagen wird in kleinere, gut verdauliche Kollagenpeptide aufgespalten. Diese liefern dem Körper Aminosäuren und Peptide, die für den körpereigenen Stoffwechsel zur Verfügung stehen.
Auch in der Wissenschaft gewinnt Kollagen als ergänzender Gelenknährstoff zunehmend an Aufmerksamkeit. Erste Studien bei Hunden liefern interessante Hinweise auf mögliche positive Effekte auf die Gelenkfunktion und Beweglichkeit.
Glucosamin – ein Baustein körpereigener Strukturen
Glucosamin ist eine natürliche, körpereigene Verbindung und spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau bestimmter Bestandteile der Knorpelmatrix. Es wird unter anderem für die Bildung von Glykosaminoglykanen benötigt, die zur Struktur und Funktionsfähigkeit des Gelenkknorpels beitragen.
Als ergänzender Gelenknährstoff wird Glucosamin seit vielen Jahren eingesetzt und wissenschaftlich untersucht. Besonders interessant ist seine Rolle im Zusammenspiel mit weiteren Knorpelbestandteilen wie Chondroitin. Die Forschung beschäftigt sich weiterhin damit, welchen zusätzlichen Beitrag eine gezielte Glucosaminzufuhr zur Gelenkfunktion beim Hund leisten kann.
Chondroitin – für die Elastizität und Belastbarkeit des Gelenkknorpels
Chondroitinsulfat gehört zu den sogenannten Glykosaminoglykanen und ist ein natürlicher Bestandteil der Knorpelmatrix. Es ist an der Wasserbindung im Knorpel beteiligt und trägt damit zu dessen Druckelastizität und Belastbarkeit bei – wichtige Eigenschaften für geschmeidige Bewegungsabläufe.
In Nahrungsergänzungen wird Chondroitin häufig mit Glucosamin kombiniert, da beide Stoffe unterschiedliche Funktionen innerhalb der Knorpelstruktur erfüllen. Diese Kombination ist deshalb ein interessanter Ansatz in der ernährungsphysiologischen Gelenkversorgung, dessen zusätzlicher Nutzen beim Hund weiterhin wissenschaftlich untersucht wird.
Welche weiteren Nährstoffe sind für Gelenke interessant?
Neben den bekannten Knorpelbestandteilen gibt es weitere Inhaltsstoffe, die in Gelenkergänzungen eingesetzt und wissenschaftlich untersucht werden:
Omega-3-Fettsäuren - wertvolle Unterstützung für die Gelenkfunktion
Besonders die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sind für ihre Beteiligung an verschiedenen biologischen Regulationsprozessen bekannt. Für Hunde mit Arthrose gibt es vergleichsweise gute wissenschaftliche Hinweise darauf, dass eine geeignete Versorgung mit EPA und DHA die Gelenkfunktion und das Wohlbefinden unterstützen kann. Bei der Auswahl einer Ergänzung ist allerdings entscheidend, welche Omega-3-Fettsäuren tatsächlich enthalten sind und in welcher Menge sie zugeführt werden.
Grünlippmuschel – natürliche Vielfalt aus dem Meer
Die neuseeländische Grünlippmuschel enthält unter anderem Lipide, Proteine und weitere natürliche Bestandteile. Aufgrund dieser Zusammensetzung wird sie seit vielen Jahren in der ergänzenden Gelenkversorgung von Hunden eingesetzt. Wissenschaftliche Untersuchungen liefern Hinweise auf mögliche positive Effekte bei Hunden mit Gelenkbeschwerden.
MSM – organische Schwefelverbindung
Methylsulfonylmethan, kurz MSM, ist eine organische Schwefelverbindung, die häufig in Gelenkergänzungen verwendet wird. Schwefel ist Bestandteil verschiedener körpereigener Verbindungen und spielt unter anderem im Stoffwechsel von Bindegewebsbestandteilen eine Rolle. MSM ergänzt die Gelenkversorgung als eigenständiger Inhaltsstoff und lässt sich sinnvoll mit weiteren Nährstoffen wie Kollagen, Glucosamin und Chondroitin kombinieren.
Boswellia und Hagebutte
Boswellia (Weihrauch) enthält charakteristische Pflanzenstoffe, insbesondere Boswelliasäuren, die aufgrund ihrer biologischen Eigenschaften wissenschaftlich untersucht werden. Besonders interessant ist ihre mögliche Bedeutung im Zusammenhang mit Entzündungsprozessen. Hagebutten liefern eine Vielfalt natürlicher Pflanzenstoffe, darunter Polyphenole, Carotinoide und weitere antioxidativ wirksame Verbindungen. Gemeinsam ergänzen Boswellia und Hagebutte die Rezeptur um wertvolle pflanzliche Bestandteile und erweitern den ernährungsphysiologischen Ansatz einer vielseitigen Gelenkversorgung.
Bewegung und Körpergewicht: Zwei entscheidende Faktoren
So interessant einzelne Gelenknährstoffe sind: Die Grundlage für langfristige Beweglichkeit liegt nicht allein im Futternapf. Regelmässige, angepasste Bewegung unterstützt den Erhalt der Muskulatur, fördert die Koordination und hilft, die Gelenke funktionell zu belasten. Besonders geeignet sind Aktivitäten, die zum Alter, Trainingszustand und Gesundheitszustand deines Hundes passen. Dazu gehören beispielsweise regelmässige Spaziergänge, kontrolliertes Muskeltraining und gegebenenfalls physiotherapeutische Übungen. Bei bestehenden Gelenkproblemen ist eine individuell angepasste Belastung besonders wichtig.
Ein gesundes Körpergewicht
Übergewicht erhöht die mechanische Belastung der Gelenke und kann bestehende Beschwerden verstärken.
Ein angemessenes Körpergewicht gehört deshalb zu den wichtigsten Massnahmen, um die Gelenke langfristig zu entlasten. Gerade bei Hunden mit Arthrose kann eine kontrollierte Gewichtsreduktion einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Beweglichkeit leisten.
Unser Gelenk-Mobility-Komplex: Durchdachte Nährstoffkombination für bewegungsfreudige Hunde
Mit unserem NaturDrops Gelenk-Mobility-Komplex verfolgen wir einen gezielten Multi-Wirkstoff-Ansatz.
Die Rezeptur kombiniert ausgewählte Strukturbausteine, Fettsäuren und Pflanzenbestandteile, die im Zusammenhang mit Gelenkgewebe und Beweglichkeit von ernährungsphysiologischem Interesse sind.
Dazu gehören:
- Hydrolysiertes Kollagen: Liefert Kollagenpeptide und Aminosäuren.
- Glucosamin und Chondroitin: Verbindungen, die auch im Zusammenhang mit körpereigenen Knorpelstrukturen eine Rolle spielen.
- MSM: Ergänzt die Rezeptur als organische Schwefelverbindung.
- Grünlippmuschel: Liefert natürliche Muschelbestandteile.
- Algen-Omega-3: Ergänzt die Fütterung mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren.
- Boswellia und Hagebutte: Ergänzen den Komplex mit ausgewählten pflanzlichen Inhaltsstoffen.
Die Inhaltsstoffe sind in einer konzentrierten Pulverrezeptur kombiniert, die sich einfach unter das tägliche Futter mischen lässt.
Der Gelenk-Mobility-Komplex eignet sich als gezielte ernährungsphysiologische Ergänzung für aktive und ältere Hunde sowie für Hunde, bei denen die Gelenkversorgung besonders im Fokus steht.
Bei bestehenden Gelenkerkrankungen kann eine Nahrungsergänzung die tierärztliche Behandlung sinnvoll begleiten.
Fazit: Beweglichkeit ist das Ergebnis vieler Faktoren
Gesunde Gelenke sind auf das Zusammenspiel verschiedener Strukturen angewiesen. Kollagen, Proteoglykane und weitere Bestandteile sorgen dafür, dass Gelenke ihre Aufgaben erfüllen können.
Ausgewählte Nährstoffe können die tägliche Ernährung ergänzen. Mindestens ebenso wichtig sind regelmässige Bewegung, kräftige Muskulatur und ein gesundes Körpergewicht.
Denn Bewegungsfreude entsteht dort, wo Ernährung, Aktivität und gute Fürsorge zusammenkommen. 💚

Quellen:
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9499673/
- https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0263971
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11524509/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17144822/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20043801/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18955269/
- https://www.aaha.org/resources/2022-aaha-pain-management-guidelines-for-dogs-and-cats/nonpharmacologic-modalities-for-pain-management/